Vögel auf Föhr und im Pfarrsaal

von Nicole

Die Ausgangsbedingungen:
Der letzte Montag im September, weil der erste im Oktober ja ein Feiertag ist. Da sind die üblichen Verdächtigen womöglich damit beschäftigt, bis spät abends rumzuradeln, noch länger zu arbeiten oder rund um die Uhr die deutsche Einheit zu feiern. Also lieber ein bisschen außer der Reihe spielen als gar nicht.

Das Publikum:
Jochen kam von hinten angeflitzt, Christian von der Seite. Michael und Felix waren da schon beim Aufbau. Florian hielt Türen auf, ich zeigte Interesse für ein Spiel, das halb mit Computer funktioniert, WLAN braucht und so ähnlich wie Risiko sein soll. Eher nichts für mich. Aber Jochen nahm es an sich und will es demnächst ausprobieren. Die Frage ist nur: vor oder nach seiner ersten Civilization-Runde?

Die Spiele:
Da kein Internet auch kein Risiko 2.0. Aber Sergej hatte Verflixxt dabei, ein solides Kramer-Kiesling-Würfelspiel aus dem Jahr 2005, das einen gewissen Ärgerfaktor bietet. Sergej war es wieder eingefallen, als wir in der Vorwoche Yucata gespielt hatten. Da gibt es zwar keine Würfel, aber ärgern kann man sich und andere schon. Am Nebentisch führten sie sich auf wie in einer Bananenrepublik. Michael bemühte sich intensiv darum, in Junta – Viva el Presidente seine Gefolgsleute bei Laune zu halten. Als das erledigt war und zeitgleich nicht nur der Vogel aus der zweiten Verflixxt-Erweiterung zum vierten Mal das Ziel erreicht hatte, sondern auch alle Manschgerl, wurde neu aufgeteilt. Felix verabschiedete sich. Florian wechselte mit der Speicherstadt zu Jochen, Michael und Christian. Sergej und ich gönnten uns zwei Runden Port Royal als Absacker, bevor auch Sergej den Heimweg antrat.

Die Speicherstadt

Der Sieger des Abends:
Die Feuerwehr. Selten wird den Menschen so bewusst wie in Stefan Felds Speicherstadt, wie wichtig Feuerwehrleute sind. Sie retten nicht nur Hab und Gut, Leib und Leben, sie bringen einen auch auf der Siegpunktleiste voran. Florian gleich acht Schritte. Floriansjünger eben.

Der Verlierer des Abends:
Philipp. Ich kann es leider nicht anders sagen. Sitzt da bei den Vögeln auf Föhr und vermisst unseren Spieletreff. Hat sein Vater gesagt. Das geht sogar so weit, dass Philipp darüber nachdenken soll, ein paar Partien auf Yucata zu starten. Die Speicherstadt gibt es da übrigens auch, Verflixxt nicht, auch Junta – Viva el Presidente nicht. Dafür Port Royal sogar mit Erweiterung. Nur nicht kooperativ.

Die Bewertung:
Der Abend bietet reichlich Stoff zum Nachdenken. Ist Utrecht östlicher als Maastricht? Impliziert der Begriff Datschi automatisch Hefeteig? Oder darf es auch Mürbeteig oder Quarkölteig sein? Wer isst überhaupt Zwetschgenquarkölteigdatschikuchen? Nur Bayern? Alle Bayern? Ich bin ja in Köln geboren.

Der Ausblick:
Bis in drei Wochen, sagt Sergej. Das ist der 17. Oktober. Falls es Dominik dann noch einmal schafft, mit seinem Evolution vorbeizuschauen, meldet sich Michael schon einmal an. Felix hat ihm von dem Spiel vorgeschwärmt. Aber seine legendären Siege sind jetzt schon ein Woche her. Und da konnte Michael nicht.

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