Spielen in Vierkirchen

Brett- und Kartenspiele im Norden von München

Tag: Zeitalter des Krieges

Ich bin der Weihnachtsmann

by Florian

– Ich bin der Weihnachtsmann! sagte Michael und stellte eine Schachtel Plätzchen auf den Tisch.
– So sei es, sagte Sergej, und schob sich eine Handvoll in den Mund.
– Nein, ich bin der Weihnachtsmann, sagte Helme und legte My Village daneben.
– Den gibt’s nur in Amerika, sagte Felix, und ließ sich My Village erklären. Ach, ich spiel doch lieber Wie verhext.

– Ich bin der Druide, sagte ich ohne viel Hoffnung.
– So sei es, sagte Nicole, und kaufte den billigen Trank.
– Schade, sagte Sergej, ihm fehlten nun Zutaten. Aber der Druide bin ich doch. Grrr!
– Ich bin Schüler, sagte Sieger Felix, und rauschte ab. Morgen hält er ein Referat.

– Wo ist der Kanzler? fragte ich.
– Keine Ahnung, sagte Michael.
– Der gehört doch zum Basisset, sagte Vincent.
– So ist es, sagte ich, drum suchen wir ihn.
– Ich bin gar kein Kupfer, sagte der Kanzler.

Spieleabend 20. Dezember

– Ein kurzes Spiel geht noch, sagte Lars.
– Ich pack’s für heute, sagte Helme.
– Ich bin die Prinzessin, sagte Vincent.
– So sei es, sagte Michael, dann hast du verloren.

– Christian ist doch bei der Regvor dabei, sagte Michael beim Gehen.
– So sei es, sagte Christian.
– Haben wir genug Nations? fragte Nicole.
– Ist leider ausverkauft, sagte Lars.

– Frohe Weihnachten! wünschten sich alle.
– So sei es, dachte der Weihnachtsmann.

Bitte melden

by Florian

Im Hellen zum Spieleabend: Das gab es 2015 noch nicht. Halt, doch – aber nur in Milbertshofen, wo der Abend um 18 Uhr beginnt, und nicht um 20 Uhr.

Gefahr

Diesen Monat sind die Termine durcheinander: Vierkirchen spielt am zweiten und vierten Montag im April statt am ersten und dritten. Im Veranstaltungskalender des Gemeindeblatts steht allerdings fälschlich der 20. April (der dritte Montag) als einziger Termin.

Werden nun am 20. fünf, sechs Neue vor dem Pfarrsaal stehen, um Einlass bitten und sich auf unsere tollen Spiele freuen? Ich meine: Die Gefahr ist groß. Außer mir würden auch Vincent und Felix gerne die neuen Mitspieler begrüßen. Wer ebenfalls für einen Zusatzspieleabend am 20. ist, meldet sich bitte unten im Kommentarbereich oder noch besser direkt per E-Mail bei Michael. Die Adresse steht auf der Seite mit den Terminen.

Geflügel

Ich spielte Stefan Felds Die Burgen von Burgund (kurz Bubu) mit Julian, Philipp und Simon. Wir hatten es alle vier für die Regvor 2013 trainiert, und nach wenigen Zügen saßen die Regeln wieder.

Der Zufall bescherte uns in der ersten Runde eine Ladung Tierplättchen mit je vier Exemplaren. Da wir das Meisterschaftstableau spielten, hatte jeder eine große Weide mit fünf Plätzen. Ein frühes Viererplättchen würde also sichere 20 Punkte bringen. Schnell klärte sich die Lage: Julian hatte die Schafe, Philipp die Rinder und Simon die Schweine. Mir blieben einmal mehr die Hühner.

Dazu ein kleiner Exkurs: In Thurnsberg, am Ufer der Amper, zehn Kilometer von Vierkirchen entfernt, kurz vor der lärmenden A9 gibt es eine große eingezäunte Wiese mit freilaufenden Hühnern. Jedes Mal, wenn Nicole und ich dort vorbeiradeln, erwähne ich meine Hühnerfarmen im Burgund. Wir radeln oft vorbei. Ich habe immer die Hühner.

Gefecht

Vor Bubu war noch Zeit, der Jugend Zeitalter des Krieges zu erklären. Michael, der eine von offenbar mehreren Runden mitspielte, gefiel es so gar nicht. Zu beliebig. Aber Nico hatte zwischendurch noch eine Regelfrage: Darf man ein vollständiges Set eroberter Provinzen freiwillig offen liegen lassen, damit es andere Spieler noch klauen können, statt es herumzudrehen und damit abzusichern?

Diese Frage hat Autor Reiner Knizia in seiner Anleitung unberücksichtigt gelassen. Verständlich: Komplette und herumgedrehte Sammlungen sind vor dem Zugriff anderer Spieler sicher. Es bringt nach gängiger Interpretation keinen Vorteil, sie offen liegen zu lassen. Nico aber hoffte, dass andere seine Provinzen noch einmal angreifen und sich so das Spiel verlängert. Auf seine Kosten.

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Beim Drachen nebenan

by Florian

Eines wollte ich in Sankt Petersburg immer schon ausprobieren: in der ersten Runde ein Theater bauen, das jede Runde sechs Punkte bringt, und abwarten, wie lange der Punktevorsprung hält. Wer das Spiel kennt, weiß: Man ist dann ganz abgebrannt und braucht mindestens zwei Runden, um wieder flüssig zu werden. Theater ist eine brotlose Kunst, bringt aber Ansehen in Form von Siegpunkten.

Nach zwei Runden zog Antonia vorbei, die Feuerwehren für je drei Siegpunkte baute und damit flexibler war als ich mit dem doppelt so wertvollen Theater. Nach vier Runden zog Christian vorbei, der blaue Gebäude inzwischen billiger bekam und sie im Dutzend einkaufte – angefangen mit fünf Märkten, die er bevorzugt abriss, um sie mit edleren Gebäuden zu überbauen. Kurz darauf zog auch Nicole vorbei, deren Punkte von der Adelsriege samt Hofmeisterin kamen.

Alles auf eine Karte

Nicole gewann, die beiden Petersburg-Neulinge schlugen sich mit zehn bis 20 Punkten Rückstand achtbar, ich wurde klar Letzter. Nie wieder setze ich alles auf eine Karte.

Nie wieder – zumindest bis das Zeitalter des Krieges anbricht. Dummerweise hieß so unser nächstes Spiel. Und ich setzte alles auf Kasugayama. Diesen Namen trägt die am schwersten zu erobende Provinz Japans. Ich scheiterte dreimal, Christian ebenfalls zwei- oder dreimal. Er wechselte auf leichter zu erfüllende Karten, ich bekam schließlich doch noch Kasugayama – und in der letzten Runde ihre Schwesterprovinz Kitanosho dazu. Das brachte den überraschenden Spielsieg. Die anderen hatten jeweils ein Set gesammelt.

Es war zehn vor zehn, Vincent sollte gehen, fand Christian. Vincent hatte am Nebentisch gerade angefangen, Drachenschatten zu spielen, das er sich seit Wochen wünscht. Wir ließen ihn, denn mit Love Letter fanden wir dann doch noch Antonias Favoriten im Drachenhort – pardon, Spielestapel.

Ein Ring, sie zu knechten

Love Letter gibt es jetzt in der Hobbit-Edition – gleiches Spiel, anderes Thema. Wie bei Sankt Petersburg war es die alte Version, die in Vierkirchen auf den Tisch kam. Christian wollte als Einziger eine Übersichtskarte, obwohl er vor zwei Wochen an gleichem Ort Sieger geworden war. Er machte auch das erste Herz, wenn man das so sportlich ausdrücken kann. Was sammelt man wohl in der Hobbit-Edition? Der Eine Ring, sie zu knechten, reicht nicht ganz für eine Sammlung. Dann doch eher die sieben für die Zwergenherrscher in ihren Hallen aus Stein?

Wir spielten um Herzen. Christian und ich holten jeder nur eins. Nicole und Antonia flogen je zwei zu. Dann war der Drache besiegt – nicht von uns, wir hatten ja nicht die Smaug-Edition, sondern von Vincent am Nebentisch. Wir löschten die Lichter in der Höhle. Michael schloss die Tür ab. Die Schätze aber trugen wir in unseren Sporttaschen wieder nach Hause.

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