Spielen in Vierkirchen

Brett- und Kartenspiele im Norden von München

Tag: Uptown

Starke Konkurrenz

by Florian

Die Ausgangsbedingungen: Ich schrieb letzte Woche was von Stefan Felds Der Name der Rose. In Wirklichkeit bin ich dann nicht mal dazu gekommen, erneut die Anleitung zu lesen.

Das Publikum: Drei Mann mehr als vor sieben Tagen liefen in den Saal ein: Christian, Sergej und Thomas. Wir hätten passend zur WM eine Handballmannschaft aufbieten können. Aber dann wären wir ohne Gegner dagestanden.

Die Spiele: Michael hatte Marco Polo schon aufgebaut, als wir eintrafen. Nicole setzte sich sofort dazu. Dabei blieb es: „Starke Konkurrenz“, seufzte Michael. Zu fünft gingen wir in ein weiteres Biathlonrennen: Auf geht’s, hieß es.

Spieleabend 16. Januar

Der Sieger des Abends: „Nie gewinne ich das Spiel“, sagte Felix über Auf geht’s, „aber ich werde immer Zweiter. Das ist auch ziemlich gut.“ Es triumphierte Sergej, sein Fluchtbegleiter.

Felix war als Erster ins letzte Schießen gegangen und (bei einem Nachlader) fehlerfrei geblieben. Ich brachte ihn auf eine Idee: „Wenn du deine Fünf spielst und keiner von uns fehlerfrei bleibt, bist du durch.“ Das wollte er probieren, und vielleicht hätte es geklappt, wenn Sergej nicht erneut perfekt geschossen und sich sogar die Nachladerkarte aufbewahrt hätte.

So hängte Sergej sich in Felix‘ Windschatten, sprintete unwiderstehlich den Berg hinauf, und auf den letzten Metern des Anstiegs ließ er ihn stehen. Am Ende konnte er es locker angehen lassen und sogar noch die überzählige Nachladekarte als Einserschritt nutzen. „Er fährt rückwärts über die Ziellinie“, kommentierte Felix.

Der Verlierer des Abends: Angesichts der starken Konkurrenz gab es letzte Plätze, aber keine Verlierer. Trotz Felix‘ Kommentar, an der Laufleistung müsse ich noch arbeiten, hat mir Auf geht’s wieder großen Spaß gemacht. Christian hatte in Drachenschatten sein Erfolgserlebnis, er fing Sergej noch ab, der erneut wie der sichere Sieger aussah. Und Thomas war nach dem ersten Uptown enttäuscht, aber mit einem zweiten Platz bei einer direkt anschließenden Revanche recht zufrieden.

Die Bewertung: Beim Biathlon werden keine Haltungsnoten vergeben. Aber es müsste wohl die höchste sein: So früh konnte sich in Auf geht’s noch nie jemand absetzen. Ich staune, was in dem Spiel alles steckt.

Der Ausblick: Sergej bringt kommende Woche Safranito mit. Das wollte ich schon lange kennenlernen. Der Name der Rose kann weiter warten.

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Freitags gegen Mitternacht

by Florian

Die Ausgangsbedingungen: Michael ist müde, als wäre schon Freitag. Nicole ist müde, als wäre schon bald Mitternacht. Wollt Ihr Euch auf Herbst einigen?

Freitags gegen Mitternacht

Das Publikum: Sergej zeigt Einsatz. Um 5 Uhr morgens ist der eine Junior eingeschlafen, um sechs Uhr morgens der andere aufgestanden. Trotzdem mal wieder im Pfarrsaal zu Besuch, und mit Uluru bringt er auch noch ein Spiel mit, das höchste Konzentration erfordert.

Die Spiele: Pergamon von Ralf zur Linde und Stefan Dorra ist 2011 bei Eggertspiele erschienen. Sein Schicksal ist typisch: Wie sich Kommentaren bei Hall9000 entnehmen lässt, wurde es im Herbst 2015 für „supergünstig“ abverkauft, also wohl knappe 10 Euro. Heute wird es auf Amazon ab 40 Euro aufwärts gehandelt – neu und gebraucht.

Wie wir auf Uptown gekommen sind, hat Nicole erzählt: Die deutsche Version Blockers lernten wir im Spielehotel Tschitscher in Lienz kennen. Das gibt es mancherorts noch für 16 Euro.

Der Sieger des Abends: Der Nebentisch mit Felix, Nicole und Sergej erzielte in Hanabi 21 Punkte. Es war ihr erstes Zusammenspiel. Respekt! Und auch beim nicht kooperativen Uluru gab es dort drei Sieger, jeder hatte sieben Minuspunkte. Oder waren das dann drei Verlierer? Sergej schaut noch mal in die Regel, wenn er ausgeschlafen hat.

Der Verlierer des Abends: Die gute alte Archäologie. Christian, Michael und ich setzten unsere Ausstellungsstücke fürs Pergamon-Museum aus Scherben zusammen, die wir nach Gutdünken zu möglichst alt wirkenden Exponaten kombinierten. Christian gelang das am besten. Kollege Heinrich Schliemann redet jetzt nicht mehr mit uns.

Die Bewertung: Gemütlich und entspannt. Ich stelle mir vor, in ähnlicher Stimmung saßen die Engländer im 19. Jahrhundert beim Whist-Abend zusammen.

Der Ausblick: Nicole möchte gerne Um Krone und Kragen lernen. Ich bin für Kingdom Builder. Bitte wieder mitbringen. Ich übe mich in Zurückhaltung.

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