Spielen in Vierkirchen

Brett- und Kartenspiele im Norden von München

Tag: Kneipenquiz: Das Original

Der gemütliche Teil

by Nicole

Willkommen zurück zur Nördspiel 2020, Ableger Vierkirchen! Endlich das richtige Wetter, um sich abends mit einem Gläschen Wein auf der Terrasse auf die Partyspiele einzustimmen.

Der Brückentag: Wir haben auf den längst eingetragenen Urlaubstag verzichtet, den Kollegen mit den schulpflichtigen Kindern zuliebe, die in den Pfingstferien so gerne freinehmen. Haben am Brückenfreitag gearbeitet. Im Homeoffice im ersten Stock und im Dachgeschoss. Trotzdem wollen wir spielen, it‘s Nördspiel-Time. Was kompliziert ist, bleibt unangetastet, wir gehen gleich zum gemütlichen Teil über.

Codenames: Je mehr Mitspieler, desto größer die Gefahr, erste Eingebungen kaputtzureden. Ich spiele den Vlaada-Chvatil-Klassiker am liebsten zu viert oder sechst, aber zu zweit geht es auch ganz famos. Und wenn auf „Stückeln 2“ als Tipps „Säge“ und „Kürbis“ kommen, weiß man, dass man ähnliche Vorstellungen von Küchenarbeit hat.

Nördspiel Vierkirchen, dritter Tag: Partyspiele ohne Party

Nördspiel Vierkirchen, dritter Tag: Partyspiele ohne Party

3 Secrets: Bilder anschauen und anhand der drei farblich hervorgehobenen Details Geschichten erraten, wenn der Mitspieler nur mit ja, nein, nicht ganz und irrelevant antworten darf. Das Ganze unter Zeitdruck. Das fordert und macht Spaß, nur diesmal haben die beiden Heldinnen, die wir erwischen, einen Knall. Achtung, Spoiler: Die eine ist eine glückspielsüchtige Krankenschwester auf Diebestour, die andere eine mörderische Archäologin, die sich für eine wiedergeborene Pharaonin hält. Ich weiß nicht, wie oft ich „irrelevant“ sage. Und als ich mit dem Raten an der Reihe bin, will mir partout nichts zum Glatzkopf mit den Blumen einfallen.

Kneipenquiz: Als Absacker vorm Schlafengehen ein Kneipenquiz hat fast schon Tradition. Einmal haben wir in Nördlingen zu 14. die schwerste Stufe In your Dreams geschafft. Zu zweit fehlt uns ein Gutteil der Schwarmintelligenz, also wagen wir uns nicht ans Mittelgewicht It‘s Showtime, sonden machen es uns easy-peasy. Schwer genug, wenn man nicht weiß, dass Weltklasse-Tennisspieler Roger Federer derjenige ist, der sowohl Zwillingstöchter als auch Zwillingssöhne hat. Aber auf Frontex kommen wir dann doch noch. Auf den Linux-Pinguin sowieso, und natürlich Enzensberger, den alten Kaufbeurer. Mitte Februar auf meinem Geburtagsfest hätten wir übrigens zu neunt fast In your Dreams geschafft.

Um den Song „Covid-19/Sommer ‘20“ zu zitieren:

Weißt du noch, wie‘s früher war, eigentlich bis Februar.
Weißt du noch, wie schön das war, damals vor Corona.

Vierkirchner Nördspiel 2020

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April 2020: Bericht muss entfallen

by Florian

Nein, ich kann nichts schreiben. Diesen Monat habe ich nichts zu erzählen. Immer die gleichen alten Spiele. Und die neuen Spiele sind auch wie die alten. Und ab der zweiten Partie nicht mehr neu. Und immer habe ich nur daheim gespielt, im Vierkirchner Wohnzimmer. Immer mit derselben Mitspielerin. Nicht dass ich mich beschweren möchte. Manche sitzen schließlich ganz ohne Mitspieler in ihrer Wohnung und vermissen ihren wöchentlichen Brettspieltreff.

Race for the Galaxy

Was könnte ich schon erzählen? Hey, wir haben Race gespielt. Ein Spiel, über das hier im Blog jede Menge dummes Zeug steht. Und andernorts erst …

Ich könnte euch schildern, wie ich heute die verlorene Partie herumgerissen habe. In der es von Anfang an schlecht für mich lief. Und gut für Nicole. Ständig habe ich erkundet, meist +5. Auf der Suche nach militärischer Stärke. Auf der Suche nach Militärwelten. Gefühlt war es nie genug.

Selbst in der letzten Runde habe ich mit der Hand voll wertloser Karten Erkunden +5 und Entwickeln gespielt. Mein Vorsatz: Die beste 6er-Entwicklung, die ich erwische, baue ich. Es kam die neue galaktische Ordnung, die zu meiner unsichtbaren Festung passte. Wir zählten. Das Spiel stand auf dem Kopf. 42 zu 39 für mich.

Ja, die Geschichte könnte ich euch erzählen. Ausgerechnet 42 Punkte! Das alles konnte kein Zufall sein. Aber würdet ihr das lesen wollen, dummes Zeug über Race for the Galaxy?

Der Herr der Ringe – das Kartenspiel

Ich könnte euch einmal mehr von diesem Living Card Game vorschwärmen. Sicher, das Herr der Ringe-Kartenspiel lässt FFG in China herstellen, und die internationalen Warenflüsse sind mit Schuld an der schnellen Verbreitung des Virus. Und sicher kennt ihr dieses Spiel entweder aus eigener Erfahrung und habt viel bessere Kartenkombos als wir, oder ihr scrollt eh jeden Monat über meine begeisterten Berichte hinweg, weil ihr es nicht mehr hören könnt und so ein LCG außerdem auf niedrige Sammelinstinkte setzt und viel zu teuer kommt, oder weil Arkham Horror LCG eurer Meinung nach die besseren Szenarien hat.

Ist ja gut. Lasst uns nicht streiten.

Carcassonne

Einen Geheimtipp würde ich noch loswerden. Carcassonne. Schon davon gehört? Spiel des Jahres 2001. Klaus-Jürgen Wrede. Innovativer Mechanismus: Plättchen legen, Figuren abstellen, werten.

Nein, nicht so. Natürlich kennt ihr Carcassonne. Aber ganz neu ist die offizielle Solo-Variante, und die ist noch besser als die inoffiziellen, die ich auch schon Dutzende Male gespielt habe. Die ist so schwer, dass ich mich mit so bescheidenen Punktzahlen abfinden musste, dass ich sie nicht veröffentlichen kann. Und schwer ist bei solo immer gut.

Aber wenn ihr selbst auch gern solo spielt, habt ihr sicher davon gehört, die Variante vielleicht sogar ausprobiert? Es war zu befürchten. Oder alles ist anders, und es geht euch wie diesem Spielbox-Kritiker, der die 7 (von 10) für die Durchschnittsnote hält – und Solospiele für dämlich.

So oder so, mit Carcassonne solo brauche ich euch wahrscheinlich auch nicht zu kommen.

Kneipenquiz

Ich könnte sogar von einem Spieleabend in großer Runde erzählen. Kneipenquiz zu acht, dazu eine Spielleiterin. Kein Problem mit Mindestabstand. Sandra hat’s auf Twitter angeleiert. Sie macht das jede Woche. Über Discord.

Ich hätte auch gar nichts Schlechtes zu sagen. Es war nett. Etwas schade, dass man die Leute nicht sehen konnte, die man da kennenlernte und mit denen man im Team war. Aber hmm, Kneipenquiz übers Chatprogramm? Mit fremden Leuten und ohne Smalltalk? Ohne Bier, oder zumindest ohne Anstoßen?

Das alles fühlte sich seltsam an. Das Schlimmste waren aber einige Quizfragen, die ich kannte. Wir haben das Kneipenquiz ja auch schon öfter gespielt, und einige Fragen hatte ich garantiert schon einmal gehabt, das wusste ich sicher.

Aber die Antworten, die wusste ich nicht mehr. Darum breite ich über die Geschichte auch lieber den Mantel des Schweigens.

Vielleicht nächsten Monat wieder.

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