Spielen in Vierkirchen

Brett- und Kartenspiele im Norden von München

Tag: Fette Autos

Winterabend in Stichworten

by Florian

Bauza, Antoine: Autor von Seven Wonders (Kennerspiel des Jahres 2012) und Hanabi (Spiel des Jahres 2013). Wählte Qwixx zu seinem persönlichen Gesellschaftsspiel des Jahres 2013. Kennt Qwixx – das Kartenspiel vermutlich noch nicht.

Benndorf, Steffen: Autor von Mensch ärgere dich nicht – mal anders und Qwixx. Seine Meinung zu Seven Wonders ist bisher nicht aktenkundig.

B-Jugend: Eine von drei Vierkirchner Mannschaften, die diesen Monat um die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft im Brettspiel kämpfen werden. Typisch sind intensive Trainingssessions, an denen neben den vier Spielern auch zwei, drei nicht spielende Technikberater teilnehmen. Könnte am Ende dank starker Ersatzspieler weit vorne landen.

Blog: Internetpublikation, die mit Rezensionen vollgeschrieben wird, die jeder gern liest. Naja, mit Ausnahmen. Keine weiteren Auskünfte.

Christian: Spielte seine erste Partie des Qwixx-Kartenspiels als Nachrücker, ohne die bisher gespielten Karten zu kennen. Lernte auf diese Weise den Memory-Aspekt des neuen Spiels kennen. War als größter Qwixx-Würfel-Fan Vierkirchens auch vom Kartenspiel angetan.

Dominik: Nach München verzogener Mitspieler, mit dem ich gerne mal wieder eine Partie spielen wollte. Es hat nur für eine Drittelpartie Qwixx – das Kartenspiel gereicht, dann wechselte ich als Erklärer an einen anderen Tisch, wo ich als Mitspieler hängen blieb.

Ersatzblöcke: Die von Qwixx und Qwixx – das Kartenspiel sind austauschbar. Das ist gut, ich hab mal einen Sechserpack nachgekauft: Unser Vorrat dürfte zumindest bis Ende 2015 reichen.

Felix: Holte souverän den ersten Platz bei Fette Autos, sein Maserati fuhr auf der Zielgeraden 220 km/h.

Fette Autos: Wollten die Jüngsten gern spielen. Immerhin besser, als wenn sie heimlich Papas Kleinbus ausleihen.

Florian: Das bin ich, ein anderer Florian war nicht da. Wurde als Titelverteidiger im Kürbismobil Letzter bei Fette Autos.

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Foto: Die B-Jugend (und da besonders die Damen) ist wenig begeistert, wenn ich im Spieletreff fotografiere. Dabei sieht in Aquarell jeder gut aus. Und wer doch schlecht getroffen sein sollte, kann sich einreden, dass man ihn oder sie ohnehin nicht erkennt.

Gewinnbenachrichtigung: Ich zitiere meinen Lieblingssatz daraus: „Tatata, ihr gehört zu den Gewinnern eines Qwixx-Kartenspieles. Glückwunsch!“

Hanabi: Spiel des Jahres 2013 der Jury. Und von Vierkirchen verspielt.

Jana: Begann in Fette Autos mit Vorsicht: „Ich greife lieber nicht an.“ Überholte ihren Bruder auf der Zielgeraden, was für Gesprächsstoff sorgte. Am Ende Zweite.

Jochen: RegVor-Nachrücker, der nach Race for the Galaxy zum Schluss auch noch das Qwixx-Kartenspiel kennenlernte. Hatte mit beidem keine Mühe. So kennen wir ihn.

Kälte: Nein, wir reden nicht übers Wetter. Fürs Langlaufen reicht der Schnee noch nicht.

Lukas: Verlor bei Fette Autos den Anschluss ans Fahrerfeld. Konnte das Duell mit Florian um den vorletzten Platz für sich entscheiden.

Michael: Hatte kein Problem mit dem Qwixx-Kartenspiel, weil er sich nicht so genau an die Qwixx-Regeln erinnerte.

Nico: Besaß bei Fette Autos stets die meisten Chips. Naja, nicht ganz – die letzten zwei Runden war er blank und rutschte noch auf Rang drei ab.

Nicole: Findet das Qwixx-Kartenspiel reizvoll, das sie an diesem Abend als Einzige dreimal spielte. Weiß aber noch nicht, ob es wirklich besser ist als das Würfelspiel.

Qwixx: Vergnüglich-leichtes Würfelspiel von Steffen Benndorf, mit dem kleinen Nachteil, dass sich die Würfel nie meiner Strategie fügen wollen: Wenn ich auf ein schnelles Ende spiele, gibt es bestimmt keine Zweier und Zwölfer. Gehe ich auf Quantität statt Speed, gibt es dagegen viele Zweier und Zwölfer, mit denen ich nichts anfangen kann.

Qwixx – das Kartenspiel: Spiel von Steffen Benndorf und Reinhard Staupe. Neuste Neuheit im Nürnberger Spielkarten-Verlag. Eigentlich noch fast gar nicht erschienen. In Vierkirchen kostenlos als Vorab-Exemplar eingegangen.

Rezension: Hier könnte die bisher erste Rezension eines Blogs zu Qwixx – das Kartenspiel stehen. Tut mir leid, ich hab das Vokabular noch nicht richtig drauf. Vielleicht so: „Alle, die Kartenspiele mögen, sollten es auf alle Fälle mal ausprobieren!“ Oder so: „Dieses Spiel wird bei uns garantiert noch oft auf den Tisch kommen, wenn wir die Bierfilze gerade nicht finden.“ Oder so: „Einem geschenkten Gaul …“ – nein, halt, das geht nicht, die Mail von Reinhard Staupe war so nett. Also kurz und ehrlich: Qwixx (das Würfelspiel) war gut. Qwixx – das Kartenspiel ist besser. – Den Rest überlasse ich den Profis.

Spam: Bisher kannte ich Gewinnbenachrichtigungen nur aus dieser Art Werbe-E-Mails. Vergangene Woche kam es einmal anders.

Spielbox: Für mich immer noch die Nummer zwei unter den Spielezeitschriften.

Staupe, Reinhard: Spieleredakteur und Spieleautor, der von Niedersachsen aus Nürnberger Spiele macht. Vorgestellt in Spielbox 07/2012. Schreibt schwungvolle E-Mails mit Gewinnbenachrichtigungen, die so ganz anders als Spam klingen.

Vincent: Trotz seines Alters ein Qwixx-Veteran und vom Kartenspiel so begeistert, dass es gleich noch eine zweite Partie sein musste.

Wecker: Klingelt am Morgen nach dem Spieleabend weiterhin zu früh. Ich habe aber seit dem Sommer wenigstens das tickende Exemplar durch ein stilles ersetzt, das bisweilen sogar das Klingeln vergisst.

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Kurven bisweilen rutschig

by Florian

Das Rennen der Fetten Autos begann zur Prime Time. 20.15 Uhr, aber keine Funkhäuser waren angeschlossen. Nur aus einem nahen Dorf warfen die Bewohner bisweilen ängstliche Blicke auf die Rundstrecke – wenn sie nicht gerade überlegten, ob sie einen Pflug oder ein Pferd dringender brauchten.

Vorneweg die alten Hasen Speedy und Grumpy. Dahinter startete Nicole im orangefarbenen Opel Tigra, „um nicht wieder Letzte zu werden“. Michael hatte sich den roten Ferrari geschnappt: Vornamen können verpflichten. Karen fuhr ohne Führerschein einen gelben Lamborghini, Christian mit Schein – den er bei seiner Fahrweise schnell los gewesen wäre, hätte sich die Polizei in die Nähe des Rennens gewagt – einen blauen Jaguar. Florians schwarzer Maserati startete auf dem letzten Platz, um die Rennerfahrung des Piloten zu kompensieren.

Wettbieten Fette Autos

Wetter

Stabil. Keine Gefahr von Niederschlag. Etwas Reif auf den Straßen. Kurven bisweilen rutschig.

Streckenverlauf

Zunächst eine Kurve mit hinterfotzigem Seitenwind. Anschließend steigende Gerade, noch ein Haken. Im Mittelteil ein schneller Abschnitt. Das Finale: eine gefährliche S-Kurve, anschließend eine unebene Gerade.

Rennprotokoll

Anfangs wenig Bewegung im hinteren Feld. Der Maserati kam nicht am Jaguar vorbei, dessen Geschwindigkeit immerhin ausreichte, um den Lamborghini zu passieren. Für mehr aber auch nicht. An die Spitze schoss der Tigra, ließ die Hasen hinter sich. Eine Runde später folgte der Ferrari nach vorn, der bald auch die Führung übernahm.

Der Maserati nahm im Mittelstück am schnellsten Fahrt auf, zog sowohl am Lamborghini als auch am Jaguar äußerst knapp und mit reichlich Glück vorbei. Passierte dann noch die Hasen und stimmte seine Auslage auf die letzten Streckenteile ab.

Das Finale sah den Jaguar um den Anschluss an die Spitzengruppe kämpfen. Er kam an den Hasen vorbei, aber für einen Schlusssprint reichte es nicht mehr. Auch der Lamborghini kassierte noch einen Hasen und erreichte somit sein Ziel, nicht Letzter zu werden. In der Spitzengruppe rutschte der Tigra nach radikalem Bremsmanöver an die dritte Stelle ab. Seine vielen Chips brachten den Maserati an die Spitze. Auf der letzten Rüttelstrecke kam es zu keiner Veränderung an der Spitze mehr. Aber der rote Renner musste noch den orangefarbenen Tigra vorbeilassen. Ferrari nur Dritter – da sagt man in Italien wohl: Kanister leer!

Fette Autos unterwegs

Sonderpreise

Bester Sound: Michael. Spektakulärste Bremsaktion: Nicole, in steil bergab führender Kurve. Schlechtester Sitzplatz am Tisch: die arme Karen, die nicht an die Tempochips kam.

Regelfehler

Eigentlich gibt es pro korrektem Symbol in der Auslage zwei Chips – und nicht einen. Das ist dem Rennleiter erst auf halber Strecke klar geworden. Er hielt dann lieber den Mund, anstatt die Mitfahrer noch mehr zu verwirren, die die korrekte Abfolge der drei Phasen jeder Runde erst einmal verinnerlichen mussten. Immerhin waren von dieser „Regeländerung“ alle gleichermaßen betroffen. Beruhigend, dass das Rennen trotzdem Dynamik hatte.

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