Enöff

by Nicole

Vier Jahre sind eine lange Zeit. In vier Jahre passen 98 Spieletreffs, im alten Pfarrsaal St. Jakobus, im neuen und einmal auch bei Spieletreff-Chef Michael im Garten. Da kommen hunderte Partien zusammen. Von Abluxxen über Fette Autos, Hanabi und Small World bis hin zum Zeitalter des Krieges. In vier Jahren kann man fünfmal Mannschaften zur Regionalen Vorentscheidung zur Deutschen Brettspielmeisterschaft entsenden. Erst drei, dann zwei, schließlich nur noch eine. Zunächst als Spielvereinigung Vierkirchen, später als Vierkirchen verspielt. Beim ersten Mal musste ich erkältet passen, jetzt, beim vorerst letzten Mal, wollte ich pausieren. Schön finde ich, dass es trotzdem einen Artikel gab, diesmal von Michael.

Die Regvor-Premiere, 2013, wird unvergessen bleiben, allein schon, weil Florian mit dem Bericht „Zwölf Vierkirchner spielen in München“ den Blog startete. Und sich gleich eine Themaverfehlung leistete. Denn eigentlich schreiben wir über Spielen in Vierkirchen.

Wollten wir schreiben. Doch weil wir so häufig spielen, zu Hause, bei anderen Treffs, auf Reisen und bei Brettspielwochenenden, in Jugendherbergen, Spielehotels, Waschsalons und bei Freunden, kam es zu Exkursen. Wir haben sogar über Partien geschrieben, die wir gar nicht gespielt haben. Die stattfanden, als wir noch nicht auf der Welt waren: über Dylan Thomas‘ Halma-Phase zum Jahreswechsel 1938/39, für ihn „ein dämonisches Spiel“.

Wir haben gerne geschrieben, Vorankündigungen, Jahresrückblicke, Spieletreff-Berichte, Regvor-Reportagen. Als Protokoll, Feature, Interview, Hörspiel, Märchen, Rezept, Multiple-Choice-Test. Wir hatten auch Leser, die meisten im Jahr 2014, wie die WordPress-Statistik verrät. Kommentiert wurde sparsam, Gefällt-mir-Sternchen gab es null. Das hat aber hoffentlich nur daran gelegen, dass die Funktion von vornherein ausgeschaltet blieb.

Wir spielen noch immer sehr gerne. Wir schreiben auch weiter gerne. Aber vorerst nicht mehr über Spiele. In Uwe Tellkamps Roman Der Turm beendet eine Tante ihre Redebeiträge regelmäßig mit einem „Enöff“. Dem möchte ich mich heute anschließen. Enöff. Genug. Erst mal.

Die Termine werden weiter nach bestem Wissen aktualisiert.