Fehlende Pferde

von Florian

Die Ausgangsbedingungen: Die Bauernregel sagt: „Spielst du viel im Januar, wird’s ein gutes Spielejahr. Wer aber wart‘ bis Februar, steht meist als Verlierer da.“

Das Publikum: Vier Spieler. Da könnte man von der perfekten Zahl sprechen. Genau ein Tisch. Die meisten Spiele sind für vier optimiert, und bei der Regvor wird an Vierertischen gespielt. Aber der Pessimist in mir sagt: Wären vier Tische mit je vier Spielern nicht noch besser?

Spieleabend 9. Januar 2017

Die Spiele: An Weihnachten überraschte sich Michaels Familie mit gleich drei Exemplaren des kleinen Spiels Halt mal kurz. Keines fand den Weg in unseren Spieletreff. Michaels Augustus ist bestellt, aber noch nicht eingetroffen. Unseres war vor Ort, blieb aber ungespielt. Schließlich ist Mitte Februar Regvor, und dort heißen die vier Disziplinen: Auf den Spuren von Marco Polo, Qwixx, Port Royal und Kingdom Builder.

Der Sieger des Abends: „So gut wird es nie wieder laufen“, sagte Michael über das Kingdom, das er gebuildet hatte. Ich kann bestätigen, dass man in dem Spiel nicht jeden Tag zwölf Punkte vor Nicole landet. Selbst lag ich weitere fünf Punkte dahinter, Felix war wegen fehlender Pferde abgeschlagen.

Der Verlierer des Abends: Wie der Bauer weiß, gab es jede Menge Verlierer. Nämlich alle Mitspieler, die zu Hause saßen. Trotzdem hoffe ich natürlich, dass Ihr einen schönen Abend hattet!

Die Bewertung: Urteile sind immer so schwierig. Ihr kennt die Geschichte mit dem halb vollen oder halb leeren Glas. Meine Version geht so: 23 Punkte in Hanabi, hey, wir hätten es fast geschafft, sagt die Optimistin neben mir. 23 Punkte in Hanabi, Mist, ich würde es gern einmal zu dritt gewinnen, sage ich.

Aufgrund dieser meiner negativen Disposition kann ich den Spieleabend auch nur mit 23 Feuerwerkspunkten von 25 bewerten.

Der Ausblick: Auf nach Beijing: Marco Polo muss trainiert werden. Felix wünscht sich Auf geht’s, und ich wünsche mir Der Name der Rose. Damit steht fest: zu viel Programm für nur vier Leute.

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