An Schlaf nicht zu denken

by Florian

Die Ausgangsbedingungen: Einziger Oktobertermin. Wir waren heiß. Gut, der Gasteig in München fuhr mit einer Molière-Inszenierung in französischer Sprache ausnahmsweise ein starkes Konkurrenzprogramm.

Das Publikum: Zwei neue Mitspielerinnen: Christians Nichte Mimi (okay, zum zirka zweiten Mal) und Thomas‘ chinesische Freundin, deren Namen mir bei Gelegenheit bitte jemand aufschreiben oder buchstabieren müsste. Ansonsten das übliche, wahnsinnig sympathische und immer mit guten Spielen ausgestattete Stammpersonal.

Die Spiele: Orléans bei uns und so Kleinkram am anderen Tisch.

Okay, war fies. Los ging es dort mit 6 nimmt, das zur Überbrückung der Wartezeit gedacht war. Auch Port Royal habe ich drüben gesehen, mindestens ein mir unbekanntes Spiel, und mit Dimension hatte der Tisch so viel Spaß, dass ich extra zum Fotografieren herübergerufen wurde – das ist mir in vier Jahren Bloggen auch noch nicht passiert.

Spieleabend 17. Oktober 2016

Der Sieger des Abends: Doch wohl unzweifelhaft die beiden neuen Mitspielerinnen, die sicher noch nicht oft eine so wunderbare Veranstaltung besucht haben!

Der Verlierer des Abends: Eindeutig ich. Habe da bei Orléans eine Extremstrategie mit vielen grauen Gelehrten und nur einem roten Ritter versucht. Dank Kaserne konnte ich jedes Männchen als Ritter einsetzen, sogar die grauen, doch allzu extreme Strategien sind zumindest mir in Orléans noch nie geglückt.

Aber um den Verlust mal in Perspektive zu setzen: Am vergangenen Wochenende lief in Essen die jährliche große Spielemesse. Dort stahl eine offenbar gut organisierte Bande dem kleinen Verlag Ludicreations die Kasse mit den Tageseinnahmen – für ihn ein katastrophaler Verlust.

An Schlaf war nicht zu denken, also setzte sich das Ludicreations-Team zusammen und erdachte über Nacht ein Spiel namens „Steal this game“, das über Kickstarter finanziert wird. Jeder Käufer wurde ermutigt, nach Ermessen eine Spende draufzulegen. Finanzierungsziel: 1000 Dollar. Inzwischen sind über 20.000 Dollar zusammengekommen.

Die Bewertung: Ich kann nicht glücklich sein. Nur ein Spiel gespielt. Und da als Letzter ins Ziel gekommen. Aber so eine Portion Orléans am Montagabend, da fühlt man sich doch auch ziemlich satt und zufrieden.

Der Ausblick: Für diesen Punkt habe ich keine Zeit mehr, die Orléans-Erweiterung Invasion enthält nämlich drei Solo-Szenarien, und ich habe bisher nur das erste geschafft.

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