Skill auf der Insel

von Nicole

Die Ausgangsbedingungen:
Der erste Montag in den Sommerferien, das gab es noch nie. Zumindest nicht, seitdem ich den Spieletreff besuche. Und weil es so schön warm war, saßen wir draußen, unter dem Bewegungsmelder, damit das Licht auch bei fortschreitender Dunkelheit nicht ausgeht. Was gut funktionierte, bis auf einen kurzen Umzug in der Endphase der letzten Partie.

Das Publikum:
Sergej schaute mal wieder vorbei, dazu Felix und Nico, Thomas, Michael, Florian und ich. Platz wäre ja für vier, fünf Tische gewesen. Sergej würde jetzt noch Stühle raustragen, wenn wir ihn nicht irgendwann gestoppt hätten.

Die Spiele:
Zu siebt: Pairs mit knuffigen kleinen Monstern, die es nicht ertragen, paarweise vor einem Spieler zu liegen. Ein feiner Überbrücker, bis klar ist, dass doch niemand mehr kommt. Ebenfalls zu siebt: Codenames, das nur für Tom neu war. Als Naturwissenschaftler mit Chemie-Leistungskurs brachte er mich ganz schön ins Schwitzen – Magnesiumsäure. Was wollte er mir damit sagen? Zum Glück wurde es genauso wenig anerkannt wie das Zirkuszeichen des gegnerischen Teams. Danach zu viert Love Letter und zu dritt Die verbotene Insel.

Die verbotene Insel

Der Sieger des Abends:
Forscher, Ingenieur und Navigator. Das Team schaffte es nicht nur, immer wieder den Landeplatz der Versager trockenzulegen. Es sammelte auch alle vier Artefakte und verließ als Gewinner die verbotene Insel.

Der Verlierer des Abends:
Die Lokalausgaben von SZ und Merkur. Sie verzichteten trotz Ankündigung darauf, ihre Leser auf den Abend mit den Spielen des Jahres aufmerksam zu machen. Die wissen nun weiter nicht, ob sich Codenames oder Isle of Skye als Weihnachtsgeschenk eignen.

Die Bewertung:
Skill, sage ich. Das nächste Mal würde ich mich schon trauen, als Experte die verbotene Insel zu betreten.

Der Ausblick:
Irgendwann Mitte September wird es wieder soweit sein. Ich glaube, auf der Terminseite steht das schon. Die Argentinienreisende dürfte dann wieder zu Hause sein, der Gelegenheitsföhrer allerdings nicht. Bis dahin spielen wir Codenames zu zweit, schieben vielleicht noch ein kleines Isle of Skye ein und nehmen Pairs mit in den Biergarten.

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