Begeisterung

von Florian

Es sind schwierige Zeiten für diesen Blog. Immer wieder die Fragen: Wo fange ich an? Und wo höre ich auf?

KatakombenEs sind schwierige Zeiten. Für Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten, sowieso und grundsätzlich. Diesen Montag erlebten die netten Jungs von nebenan aber erstmals, dass niemand aufspringt und die begonnene Partie verlässt, um mit ihnen Uno zu spielen, wenn sie eine halbe Stunde nach Beginn im Treff vorbeischauen.

Es war vielleicht eine große Chance, die sie und wir da verpasst haben. Einzeln und zu zweit hätte man sie in eine Runde integrieren können – anders als die Siebener-Gruppe bei früheren Besuchen.

Es sind schwierige Zeiten auch für neue Spiele. Im Fünfminutentakt prasseln widersprüchliche Urteile auf sie ein. Ist Katakomben „einfach nur schnippen“ oder „ungewinnbar“ – oder kann man als Heldengruppe vielleicht nur gewinnen, wenn man plant und koordiniert und nicht einfach drauflosschnippt? Muss man „lang auf seinen nächsten Zug warten“ oder ist „keine Zeit“ in der ersten Partie, sich mit den Fähigkeiten der Mitspieler zu beschäftigen und sie optimal zu nutzen?

Es sind schwierige Zeiten für unseren kleinen Vierkirchner Spieletreff. Ich fürchte, er macht gerade eine Krise durch. Nur Vincent lässt sich davon nicht anstecken und erklärt begeistert jedem sein neues Imperial Settlers. Er hat es gerade auf der Spielwiesn erworben. Hoffentlich kann ich in drei Wochen eine Partie mitspielen.

Spieleabend 16. November 2015