Solo-Projekt The Game

von Florian

Reinhard Staupe vom Nürnberger Spielkarten-Verlag will Zahlen sehen. Er glaubt, dass Menschen The Game besser spielen können als Computer. Oder zumindest als ein einfacher Algorithmus.

Sein Algorithmus kommt auf durchschnittlich 20 Restkarten im Solo-Modus: acht Karten auf der Hand, jede Runde mindestens zwei spielen. Das sollte zu schlagen sein, denke ich.

Reinhard will aber nicht nur die Zahlen, er will auch hören, welche Strategien ich einsetze. Ich spiel mal drauflos. Wird mir unterwegs schon eine Strategie einfallen.

Das Resultat

Sehr viel besser als der Computer bin ich nicht, der Schnitt beträgt über sechs Partien 16 Restkarten.

Konkret lautet die Sequenz: 15, 3, 17, 23, 25, 13 Restkarten. Auch wenn es mir einfach vorkam, als würden die Karten immer schlechter, wirkt die Folge im Nachhinein eindeutig so, als hätte die Konzentration nach der zweiten Partie nachgelassen. Nur im letzten Durchgang habe ich mich dann noch mal aufgerappelt – nach dem Motto „das kann jetzt nicht sein“.

The Game solo

zweifelhafte Tipps

Meine erste Empfehlung ist daher:

  • Nicht zu viele Partien in Folge spielen, wenn man kein Computer ist. Um sich auch mal zu merken, welche Karten noch im Stapel sein müssen, braucht man einen ausgeruhten Kopf.

Außerdem sage ich:

  • Immer darauf achten, dass die beiden Stapel einer Sorte (aufsteigend oder absteigend) unterschiedliche Bereiche anbieten, also ruhig so 20 Punkte auseinanderliegen. Dann hat man statistisch – und oft auch praktisch – doch mehr Möglichkeiten, Karten sinnvoll abzulegen, die frisch auf die Hand kommen. Genauso sollte man im zweiten Teil des Spiels, wenn die Stapel sozusagen aneinander vorbeiwachsen, auch auf unterschiedliche Legebereiche achten, soweit es natürlich die Karten zulassen.
  • In der Hoffnung auf Sprungmöglichkeiten ist es schon günstig, die verbleibenden Zahlen ungefähr zu kennen. Sprünge – vor allem doppelte – nach Möglichkeit nicht immer sofort spielen, sondern abwarten, ob man ein, zwei Karten dazwischenbekommt, die man dann quasi verlustfrei spielen kann.

Mit einem Körnchen Salz zu genießen … So richtig gut war ich schließlich nicht.

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