Flott mit dem Zug

von Florian

Ein Ding hab ich doch noch vergessen zu erwähnen am Montag. Das ist die Geschichte mit den Namen. Wie du das Geld nennst, Zloty oder Dollar, D-Mark oder Euro, ist doch egal. Und schon gar nicht lohnt sich umrechnen. Wenn die Bratwurst flotte 16 Franken kostet, und du willst eine Bratwurst essen, legst du am besten 16 Franken hin. Wenn du zum Bratwurstverkäufer sagst, das sind ja 18 Euro, und das sind 36 Mark, da konnte ich 1983 meine ganze Familie dafür ausführen, und auf dem Schwarzmarkt in Ostmark wär’s noch dreistellig gewesen, gibt der dir die Bratwurst auch nicht umsonst. Nicht mal billiger. Die Zahl muss stimmen. Nicht der Name.

Ich zum Beispiel bin ja als Andrzej geboren worden. So hieß ich, bis ich zum ersten Mal flott mit dem Zug durch Europa gegondelt bin, wobei, flott war das nicht. Das sagten die in England doch glatt Andy, und in Frankreich war ich André. In Spanien am Strand bin ich meiner Frau begegnet, also meiner späteren, die sagt Andi zu mir, aber die ist ja auch aus Bayern. Obwohl sie behauptet, sie ist aus Franken. Da haben wir’s doch schon wieder. Aber der Hammer war, als die in Napoli mich Andrea nennen wollten. Das war mir dann doch zu Bella Italia.

Wobei das mit den Zahlen in den verschiedenen Sprachen ja auch so eine Sache ist. Was ich da schon Irres erlebt habe, so in den Städten zwischen Zug und Zug, erzähl ich aber vielleicht besser beim nächsten Stammtisch am 19. Januar.

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