Der Masterplan

von Florian

So, Nicole, wir sind wieder daheim. Unser Carrara-Masterplan hat nicht geklappt, was?

Nee, ich fürchte, wir müssen uns das Spiel jetzt doch kaufen. Dabei hatte ich mir alles so schön ausgedacht. Ich versteh auch gar nicht, warum noch so viele Leute an der Verlosung teilnehmen durften. Hatten die nicht schon alle irgendwas gewonnen?

Ich sag ja immer, die mogeln. Bei mir am Tisch wurde mit allen Tricks gearbeitet, Sprintkarte fürs Biathlonrennen im Ärmel, Überfall auf meine Schatzkarte bei Hook. Auch da war heute nichts zu gewinnen.

Ach, das ist schade. Bei mir war es ein bisschen einfacher. Nico hat Russian Railroads heute neu gelernt. Christian hat zwar vorbildlich erklärt, aber das mit den Fragezeichen habe ich erst mal als zu viel an Informationen abgetan. Bis ich auf der Petersburg-Linie das schwarze Gleis auf der Vier hatte und die dazu passende Lok.

Haha, Du arbeitest auch mit allen Tricks! Und hast natürlich gewonnen. Was empfiehlst Du Deinen Mitspielern für die nächste Partie?

Ich schwör auf die Neuner-Lok auf der Kiew-Strecke, dann möglichst schnell die Kiew-Medaille, meist über das zweite Fragezeichen auf der Petersburg-Strecke. Was ich bisher meist vernachlässigt habe, ist die Transsib. Diesmal konnte ich das weiße Gleis nur auf das erste Feld bringen, weil ich blockiert war. Christian hatte mir einen Strich durch die Rechnung gemacht und das Feld Männchen plus Geld in der letzten Runde belegt. Ja, und Vincent fällt plötzlich auf, dass er ja doch noch auf 40 Ingenieurspunkte kommen kann. Da waren es dann für mich nur noch 20. Nico musste früher gehen, wurde abgeholt von den Eltern. Da haben wir für ihn noch getreulich die letzte Runde mitgespielt.

Deine Mitspieler haben da ein bisschen länger ausgehalten, oder?

Felix musste früher weg, weil er morgen Schulaufgabe hat. Er hat in Hook und Auf geht’s den zweiten Platz belegt. Erster Verlierer, sage ich! Er hätte auch beides gewinnen können. So konnte Karen in seinem Windschatten auf die erste Position vorfahren. Jana war Dritte, dann kam erst ich.

Was richtig lang ging, war anschließend ausgerechnet das kürzeste Spiel … Drachenschatten, das haben wir dreimal gespielt.

Als Vincent euch hat spielen sehen, ist er ganz nervös geworden. Drachenschatten hätte ihm auch getaugt. Da hat er glatt vergessen, seine Transsib mit Loks aufzurüsten. Später kam er dann nicht mehr ran.

Aber sag mal, wie hat sich Simon so geschlagen, war ja monatelang nicht mehr da, Lehre, Volleyball, keine Zeit am Montagabend. Hat er das Spielen verlernt, oder geht es noch?

Hoffentlich hört uns keiner, wie wir hier über die Mitspieler lästern. Aber ich glaube, die letzten Wochen waren eh nicht mehr als drei Besucher im Blog. – Doch, man muss zugeben, er kann es noch, hat gleich das erste Drachenschatten gewonnen. Übrigens haben wir es zu fünft probiert, obwohl es offiziell nur für vier ist. Lukas hatte noch Wartezeit, bis sein Vater kam. Zu fünft ging durchaus. Notfalls hätten wir auch noch mal ein paar Karten aus dem Ablagestapel neu aufgelegt.

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Welches Spiel hättest Du gern noch gespielt, bist aber nicht dazu gekommen?

Das Nations-Würfelspiel, das Helme dabei hatte. Essen-Neuheit, glaube ich. Das hätte mich interessiert. Aber das blieb unseren beiden Neuzugängen vorbehalten, die heute zum ersten Mal da waren.

Ja, ich auch! Ich hätte ja nicht gedacht, dass Helme überhaupt noch mal bis raus nach Vierkirchen kommt. Und dann noch mit dem Nations-Würfelspiel, das seit Essen ausverkauft ist und erst neu aufgelegt werden muss.

Aber immerhin ging mein Wunsch Auf geht’s in Erfüllung. Und vielleicht kommen das Nations-Würfelspiel und die neuen Mitspieler ja nächstes Jahr noch mal wieder.

Ja, das wäre fein. Gelegenheit genug hätten sie, wo wir doch ab Januar wöchentlich spielen. Zumindest mal die ersten beiden Monate des neuen Jahres.