Die Klage des Spielers

von Florian

Leerer Pfarrsaal

Die Lokführer sagen: Lasst uns Auto fahren,
die Bahnwärter knoten Schleifen in die Schienen.
Die Drachen trinken Wasser gegen die Flammen,
die Würfel zeigen keine Augen mehr,
und Pyramiden baut man aus Kugeln.

Wahrlich, Punkte liegen überall,
und die Plünderer raffen, was sie finden.
Wahrlich, wer fremde Zahlen streichen kann, wird streichen,
und wer punkten will, lässt lieber eine Kugel weg.

Wahrlich, Nicole baut die längste Strecke,
Wahrlich, Sarah hat drei Drachen erschlagen.

Wahrlich, der Ostseetunnel reicht nicht zum Sieg.
Gier herrscht an jeder Ecke, Neid an jedem Tisch.

Wahrlich, Felix geht wieder mal leer aus,
ist fürs Kasino eh noch zu jung.
Wahrlich, nach der 18 kommt nicht mehr viel für Michael,
Yay! rufen andere, er hat kein Glück.

Seht doch, die Meisterschaftsspieler üben,
auch wenn sie nicht ganz vollzählig sind.
Seht doch, nur wenige Spiele sind da,
doch die da sind, die werden gespielt.

Schön aber ist es, wenn die Regeln sitzen,
schön, wenn wöchentlich Training ist.
Schön aber ist, ein polnisches Spiel lernen
und wenn Warschau nicht nur ein Bahnhof ist.

Einst wird wieder die Abendsonne scheinen
und zwanzig Tische genügen uns nicht.

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