In zugigen Bahnhofshallen

von Nicole

Kennen Sie Elise, Mina und Leonidas? Wann immer ich die Drei treffe, gibt es nur ein Thema: Zugfahren in Europa. Von Edinburgh nach Athen und von Essen nach Marseille. Oder doch lieber von Danzig nach Lissabon? Wir alle haben in unserer Jugend die Gelegenheit verpasst, mit dem Interrail-Ticket kreuz und quer  durch Europa zu gondeln. Ein bisschen neidisch sind wir schon, wenn wir Geschichten von abenteuerlichen Fahrten ins Nirgendwo und wieder zurück hören. Aber jetzt fühlen wir uns zu alt für Rucksacklager in zugigen Bahnhofshallen.

Zum Glück gibt es Alan R. Moon. Der Mann ist noch mal 20 Jahre älter als ich und lebt davon, Spiele zu erfinden. 1998 gelang ihm der Durchbruch mit Elfenland. Da reist man auf Einhörnern, Riesenschweinen oder Trollwagen übers Gebirge, durch Wüsten, Wiesen und Wälder, um möglichst viele Ortssteine einzusammeln. Elfenland wurde Spiel des Jahres.

Das Streckenbauen konnte Moon offensichtlich nicht lassen, denn sechs Jahre später folgte Zug um Zug, erst mit Amerika-Karte und in dieser Ausgabe ebenfalls zum Spiel des Jahres gewählt. 2005 als Europa-Edition mit Tunneln und vielen kleinen Strecken, denn auf dem alten Kontinent sind die Wege nun mal etwas kürzer.

Wenn uns also das Fernweh packt, dann sammeln Leonidas, Mina, Elise und ich bunte Waggonkarten, um bestimmte Orte miteinander zu verbinden. Am Montag, 1. Dezember haben meine drei Eisenbahnfreunde allerdings keine Zeit. Da bringe ich Zug um Zug Europa einfach mal mit in den Spieletreff. Vielleicht haben Sie ja Lust, die Touren Ihrer jungen Jahre noch einmal zu wiederholen?

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