Das Labyrinth des Pharao: eine Schwarmrezension

von Florian

Kennt ihr Schwarmfinanzierung? Das ist, wenn viele schräge Vögel ihr Geld für etwas zusammenlegen, was es noch gar nicht gibt. So ist das Spiel Das Labyrinth des Pharao entstanden. Der Autor hat erst einmal nur das Regelkonzept veröffentlicht und über Startnext vorab Käufer gesucht, bevor er die teure Produktion startete.

Eine Schwarmrezension dagegen ist, wenn zehn widersprüchliche Meinungen zu einem Spiel zusammen etwas bilden, was es in einem bestimmten Spieleblog bisher noch nicht gab. So wie hier:

Wie geht Das Labyrinth des Pharao? Diese Frage überlassen wir Florian, der hat das am Montag schon dreimal erklärt. „Wir bauen jeder eine eigene Pyramide aus fünfmal fünf Quadraten. In zufälliger Reihenfolge legen wir darauf immer eins von insgesamt 28 Plättchen – drei bleiben übrig. Jedes Plättchen umfasst vier Felder, mit unterschiedlichen Mauern dazwischen.

Nach den ersten drei Plättchen müssen wir uns auf einen von sechs Eingängen festlegen. Punkte gibt es am Ende für die Länge des Gangs, der hier beginnt, und für an den Gang grenzende Schätze, wenn sie komplett ummauert sind. Dumm nur: Die Schätze müssen wir gleich mit dem aktuellen Teil auf den vorgesehenen Platz legen oder es lassen – nicht nachträglich.“

Was passiert? Die „Thematik“ (Dominik) zieht uns ins Spiel: Wir sind Indiana Jones oder Lara Croft, folgen einem langen Gang tief in eine Pyramide hinein. „Die Graphik ist verwirrend, also nichts für dunkle, lange Spieleabende“ (Antonia), sondern sogar „ein wenig unübersichtlich, auch wenn durch die Markierungsplättchen gegengesteuert wird“ (Philipp).

Das Labyrinth ist „zu fünft spielbar, aber auch für einen“ (Antonia) und „einfach zu verstehen“, sodass „die ganze Familie“ mitmachen kann (Nico). „Kein Spiel ist wie ein anderes. Jeder hat die gleichen Bedingungen und es gilt, das Beste daraus zu machen. Man bekommt eher nicht mit, wie weit die anderen sind“ – schön ist aber „das gemeinsame Hoffen auf die richtige Karte“ (Dominik). Es macht Spaß, „zu überlegen, wo die Karten hinsollen“ (Karen).

Das Labyrinth des Pharao

Was taugt es? Es herrschen „gleiche Startbedingungen für alle“, anders als bei Take it Easy (Nico). Der „Glücksfaktor“ ist ein Problem (Felix). „Es spielt sich schnell, trotzdem kann in Grenzen geknobelt werden“ (Michael). „Für den simplen Mechanismus ist es doch recht komplex“ (Philipp). „Ein bisschen zu glücksabhängig“ (Nico). „Dominik hatte zweimal in Folge fast 60 Punkte, also kann man wahrscheinlich mit mehr oder mit weniger Risiko spielen“ (Florian). Es hat „ein gutes Verhältnis von Taktik und Glück“ (Vincent), „eine gute Mischung aus Glück und Strategie“ (Jochen).

„Die kurze Spieldauer“ sieht mancher als Negativpunkt (Dominik). Leider ist es auch „eins der Spiele, bei denen ich mich schwertue“ (Nicole). „Auf lange Zeit ist es wahrscheinlich langweilig“, aber ganz bestimmt „nicht zu kurz oder zu lang“, und man kann es gleich mehrmals hintereinander spielen (Vincent).

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