Junges Gemüse mit zähem Rindfleisch an Brettspielsoße

von Florian

Der gestresste Hausmann – und natürlich auch die Hausfrau – kennt das Problem: Wieder ist Montagabend, das Fernsehprogramm öde, das Internet haben alle schon durch und Romane sind ja doch viel zu lang. Warum nicht mal ins kühle Pfarrheim hinüberschauen und mit denen, die Bescheid wissen oder sich ebenfalls hinverirren, ein vielgängiges Menü zaubern.

Ihre Redaktion von Spülen in Vierkirchen hat dazu ein unfehlbares Patentrezept zusammengestellt, das Ihnen garantiert einen herrlichen Abend bescheren wird.

Man nehme:

  • 9 Jugendliche
  • 1 jungen Erwachsenen
  • 3 Erwachsene, gut abgehangen
  • 1 französischen Gast
  • 6 kg Spiele von Michael
  • 3 kg Spiele von Nicole und Florian
  • 2 kg Spiele aus Dominiks Familie
  • 800 g Spiele-Direktimport aus Frankreich

Für die Vorspeise verteile man alle Erwachsenen, aber nur zwei Jugendliche an zwei Tische. Die Jugendlichen dürfen unter Anleitung eines Erwachsenen Paris, London, New York oder andere Cities bauen. Falls die Burschen den Betreuer überflügeln sollten, und Sie sind der Betreuer, nehmen Sie es sportlich! Verlieren ist der Pfeffer in einem Spielemenü. Der macht es erst richtig pikant. Aber manchmal juckt er in der Nase.

Die anderen Erwachsenen breiten inzwischen die Zutaten für Notre Dame aus und studieren noch einmal das beigepackte Rezept. Dann wird es Zeit, die Brühe mit weiterem Gemüse anzureichern. Die Erwachsenen rühren wohl ohnehin schon mit dem Glöckner – das ist eine Art spielspezifischer Kochlöffel – in der Siegpunktsuppe.

Die Jugendlichen können inzwischen ein paar Extra-Städte bauen. Das Rezept haben sie ja. Sobald zusätzliche Küchenhilfen eintreffen, dürfen sie ruhig damit beginnen, zumindest Paris vorsichtig eine Metro unterzuheben.

Da sich der Saal füllt, werden Sie zu diesem Zeitpunkt etwas den Überblick verlieren. Aber verzweifeln Sie nicht, so ein Eintopf kocht sich fast von alleine. Sie könnten erst einmal eine Abordnung ins Café International schicken, um dort Rezepte aus aller Welt zu sammeln. Anschließend darf diese Delegation direkt den Gemüsemarkt besuchen und Bohnen einkaufen.

Für eine besondere Würze setzen Sie dem Gericht nun ein französisches Spezialspiel namens Le Roi des Nains von Bruno Faidutti zu. Sollten Sie das ausnahmsweise nicht zur Hand haben, können Sie es notfalls durch die deutsche Version König der Zwerge ersetzen. Schmeckt etwas weniger aromatisch, aber noch ordentlich. Die Erwachsenen köcheln inzwischen auf Sparflamme im eigenen Sud.

Saboteure kurz vorm Kochen

Für den Nachtisch setze man drei Erwachsene zusammen für ein Sternemenü à la Schmiel. Den Rest der Truppe stecke man, soweit noch nicht verkocht oder gefressen, in einen großen Topf und packe Saboteur hinzu. Bei großer Hitze unter ständigem Rühren erwärmen. Achtung, bisweilen springt ein Spieler aus dem Topf, um ein Foto zu machen. Halten Sie Abstand! Heiß servieren.

Wir wünschen gesegnete Mahlzeit.

Übrigens, die nicht benötigten Zutaten können in der Folgewoche als Grundlage für einen herzhaften Auflauf dienen. Wundern Sie sich nicht, wenn die Portionsgrößen gewaltig ausfallen: Beim Einpacken von Spielen sind oft die Augen größer als der Magen.


Hinweis: Dieser Spielbericht bezieht sich noch auf den Spieleabend vom 8. April. Inzwischen ist schon eine Ankündigung für den 15. April erschienen. Bitte nicht übersehen.